Oldenburger Medienarchiv existenzbedroht !
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Oldenburger Medienarchiv existenzbedroht !

Oldenburger Medienarchiv existenzbedroht !

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Laut dem Haushaltsentwurf der Verwaltung für das Jahr 2026 soll die Förderung des Oldenburger Medienarchivs bei Werkstattfilm e. V. vollständig gestrichen werden. Die vorgesehenen Mittel wurden auf null Euro gesetzt. Diese Entscheidung ist für das Medienarchiv existenzbedrohend.

Das Oldenburger Medienarchiv ist seit vielen Jahren ein zentraler Ort für die Bewahrung, Sammlung, Katalogisierung und Digitalisierung von stadt- und regionalgeschichtlich bedeutendem Film- und Fotomaterial. Der Betrieb war bereits in der Vergangenheit nur durch äußerst knappe finanzielle Mittel und ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement möglich.

Mit der vollständigen Streichung der Förderung entfällt nun jede verlässliche Arbeitsgrundlage. Ein Weiterbetrieb des Medienarchivs in der bisherigen Form – insbesondere die kontinuierliche Pflege, Sicherung, Erneuerung und Erweiterung des audiovisuellen Bestandes – ist unter diesen Bedingungen faktisch nicht mehr möglich.

Sollte der Haushaltsentwurf in dieser Form beschlossen werden, müsste das Oldenburger Medienarchiv schweren Herzens „eingefroren“ werden. Dies hätte zur Folge, dass der öffentliche Zugang zu wertvollem Film- und Fotomaterial zur Geschichte der Stadt Oldenburg und der Region nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch weitere Digitalisierungsmaßnahmen und Bestandserweiterungen wären nicht mehr umsetzbar.

Werkstattfilm e. V. arbeitet in mehreren Bereichen der Film- und Medienkultur. Neben dem Oldenburger Medienarchiv gehören dazu unter anderem Kinobetrieb, Ausstellungen, Filmreihen, Filmproduktionen sowie kulturelle und medienpädagogische Projekte, die weiterhin bestehen. Die geplante Haushaltskürzung betrifft jedoch ausschließlich den Bereich des Oldenburger Medienarchivs und damit einen zentralen Pfeiler der lokalen Erinnerungs- und Medienarbeit .

Die politische Verantwortung für diese kulturpolitische Entscheidung tragen der Oberbürgermeister, die Kulturverwaltung sowie die politischen Gremien der Stadt. Mit der Streichung wird ausgerechnet ein seit Jahren bewährtes, bürgerschaftlich getragenes Kulturprojekt gefährdet, das maßgeblich auf ehrenamtlichem Engagement beruht.

Damit droht der Verlust eines wichtigen Stücks Oldenburger Kulturarbeit „von unten“ – nicht als Großinstitution, sondern als langfristig gewachsene, gemeinwohlorientierte Archivarbeit auf Vereinsebene.