2026-08-04
Sa. 12.09., 15.00 Uhr: Therese Hauer – Erinnerung an die Verfolgung der Sinti und Rom

Therese Hauer – Erinnerung an die Verfolgung der Sinti und Roma
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Oldenburger Vielfalt – gestern und heute“ wird am Samstag, dem 12.09. um 15.00 Uhr im KinOLaden in der Wallstraße 24 ein Werkstattfilm präsentiert, der sich mit der Geschichte der Verfolgung der Sinti und Roma auseinandersetzt. Im Mittelpunkt steht die Oldenburger Sinti-Überlebende Therese Hauer.
Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Deutschland und Europa. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden sie aus rassistischen Gründen entrechtet, ausgegrenzt, verfolgt und deportiert. Familien wurden auseinandergerissen, Menschen zur Zwangsarbeit gezwungen und in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Hunderttausende Sinti und Roma wurden im nationalsozialistisch besetzten Europa ermordet.
Hinter diesen historischen Zahlen stehen Menschen, Familien und persönliche Lebensgeschichten. Eine von ihnen ist die Geschichte von Therese Hauer aus Oldenburg, die die nationalsozialistische Verfolgung und KZ-Haft überlebte.
Werkstattfilm zeigt einen kurzen Film über Therese Hauer und verbindet diesen mit weiterem visuellen und historischen Material zur Geschichte der Sinti in Oldenburg.
Auf einem der gezeigten Bilder ist Therese Hauer zu sehen. Sichtbar ist auch das „Z“ mit der ihr zugewiesenen Häftlingsnummer. Diese Kennzeichnung verweist auf die rassistische Erfassung, Entrechtung und Verfolgung von Sinti und Roma während des Nationalsozialismus.
Die visuelle Darstellung soll Therese Hauer jedoch nicht auf ihre Verfolgung, ihre KZ-Haft oder eine Nummer reduzieren. Vielmehr steht der Mensch im Mittelpunkt: ihr Gesicht, ihr Name, ihre Lebensgeschichte und ihre Erinnerung.
Werkstattfilm verbindet Fotografie, Film, historische Dokumente und persönliche Zeugnisse. Dadurch entsteht ein visueller Zugang zu einem Teil der Oldenburger Geschichte, der lange Zeit zu wenig sichtbar war.
Die Präsentation erinnert zugleich daran, dass Ausgrenzung und Antiziganismus nicht mit dem Ende des Nationalsozialismus im Jahr 1945 verschwanden. Die Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma sowie an die Überlebenden bleibt deshalb eine gesellschaftliche Aufgabe.
Erinnerung bedeutet mehr, als Zahlen und Daten zu nennen. Sie bedeutet, den Menschen ihren Namen, ihr Gesicht und ihre Geschichte zurückzugeben.
Eintritt frei, Spenden erbeten
Eintritt frei, Spenden erbeten
