Mi. 26. / Do. 27.08., 19.30 Uhr: Film „Wintermärchen“
23095
post-template-default,single,single-post,postid-23095,single-format-standard,theme-bridge,bridge-core-2.1.1,cookies-not-set,woocommerce-no-js,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,columns-3,qode-theme-ver-21.7,qode-theme-bridge,qode_header_in_grid,bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-6.1,vc_responsive

Mi. 26. / Do. 27.08., 19.30 Uhr: Film „Wintermärchen“

Mi. 26. / Do. 27.08., 19.30 Uhr: Film „Wintermärchen“

Deutschland 2018 / Regie: Jan Bonny / 125 Min.

»Es muss mal wieder richtig knallen!« Beckys (Ricarda Seifried) und Tommis (Thomas Schubert) Beziehung wird dominiert von zerfressender Langeweile, Frust und Abhängigkeit. Ihr Kosmos in der schmuddeligen Wohnung ist winzig, ihre Pläne groß. Zusammen wollen sie als Terrorzelle Ausländer ermorden und landesweite Aufmerksamkeit erzeugen. Plötzlich steht Maik (Jean-Luc Bubert) in der Küche und aus dem passiven Duo wird ein explosiver Dreier. Doch ihre angeblichen Werte wie Ehre, Stolz und Loyalität versumpfen zunehmend in Orientierungslosigkeit und ihre Radikalität sprengt alle Grenzen.

„Das „Wintermärchen“ soll eine Zumutung sein für den Zuschauer, ein Rausch, ein Blick in den Abgrund, den wir uns immer versuchen zu ersparen. Der Film soll machen, was nur ein Film kann: durch Körperlichkeit eine Erfahrung vermitteln, sinnlich und auf Augenhöhe mit den Figuren sein, wo wir uns doch lieber Distanz und Überlegenheit wünschen würden. Ich möchte, dass wir uns als Zuschauer nach dem Film gegen den Film wehren müssen, dass wir ihn nicht abhaken können, dass er uns in die Auseinandersetzung zwingt. Es gibt kein Licht in diesem Film, keine Lehre, es kann nur unser eigenes Denken und Handeln sein, das den Unterschied macht. Die entscheidende Frage ist nicht, wie konnten die drei so werden wie sie sind, was ist der soziale Hintergrund der ,Anderen‘, sondern warum kann das einfach so einfach sein.“

Regisseur Jan Bonny

Foto: W-film



X