Werkstattfilm | Veranstaltungen
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Veranstaltungen

januar, 2018

19jan19:30Film: Verlorene Zeit - Zwangsarbeit in Stadt und Region Oldenburg 1939-1945

Veranstaltungsdetails

Foto: Zwangsarbeiter in Oldenburg.

Verlorene Zeit

Dokumentarfilm von Farschid Ali Zahedi

60 Min., Deutschland 1995

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Holocaust-Gedenktag „Living History“ in Kooperation mit dem Kultrbüro der Stadt Oldenburg zeigt Werkstattfilm am Freitag, dem 19. Januar um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm „Verlorene Zeit. Geschichte der Zwangsarbeit in der Stadt Oldenburg und Region“.

Während des 2. Weltkriegs war Oldenburg bedeutende Garnisonsstadt des Deutschen Reiches, wichtige Verwaltungsstadt und Verkehrsknotenpunkt für Eisenbahn und Schiffe, aber auch Industriestadt mit einem Netz von über 50 Lagern für ausländische ZwangsarbeiterInnen. Nach einer Erfassung der Staatspolizei Bremen vom 21. April 1944 lebten zu dem Zeitpunkt in der Region Oldenburg 98.516 „Zwangsverpflichtete“, davon 27.686 Frauen und 470 Kinder.

Der Film versucht einen Überblick über deren Geschichte und Situation zu vermitteln. Auf der einen Seite soll mit Hilfe von Akten, Dokumenten und Dreharbeiten an den Schauplätzen die Situation in ihrer Gesamtheit geschildert werden, auf der anderen Seite mit Berichten von noch lebenden Zeitzeugen und betroffenen Zwangsarbeiter_innen deren individuelles Schicksal gezeigt werden. Der Film stellt einen wichtigen Beitrag in der Geschichte der Befreiung der Stadt Oldenburgs vom Faschismus mit Schwerpunkt auf einen vergessenen und verdrängten Teil der Stadtgeschichte. Im Anschluss an den Film steht der Filmemacher Farschid Ali Zahedi für ein Gespräch zur Verfügung.

Zeit

(Freitag) 19:30

Location

Kinoladen

25jan19:30Film: "Der Reichseinsatz"

Veranstaltungsdetails

Regie: Wolfgang Bergmann / D 1993 / 117 min.

Als zweiten Film in der Veranstaltungsreihe zum Holocaust-Gedenktag „Living History“ in Kooperation mit dem Kultrbüro der Stadt Oldenburg zeigt Werkstattfilm am Donnerstag, dem 25.01. um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm „Der Reichseinsatz. Zwangsarbeit im Deutschen Reich “ von Wolfgang Bergmann.

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland auf nahezu jeder Baustelle und jedem Bauernhof, in jedem Industriebetrieb und auch in PrivathaushaltenZwangsarbeiter ausgebeutet. Im Herbst 1944 waren 8 Millionen Ausländer in Deutschland tätig – Männer, Frauen und Kinder aus 26 Ländern. Ab 1938 kamen Menschen aus anderen Staaten noch im Rahmen verschiedener Abkommen zum »Arbeitskräfteaustausch« nach Deutschland. In den Folgejahren wurden dringend benötigte Arbeitskräfte dann auf offener Straße verhaftet oder als Kriegsgefangene und KZ-Internierte zur Zwangsarbeit »ins Reich« verschleppt. Jeder sah sie arbeiten und leiden,doch nach dem Krieg wollte niemand von ihnen gewusst haben.

Der Regisseur verbindet deutsches und ausländisches Archivmaterial aus der NS-Zeit, Wochenschauen und Propagandafilme sowie Interviews miteinander, für die er ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in ihren jeweiligen Heimatländern besucht sowie zahlreiche Orte einstigerArbeitseinsätze aufgesucht hat. Wolfgang Bergmann wurde für diesen Film mit dem Hessischen Filmpreis 1993 ausgezeichnet.

Zeit

(Donnerstag) 19:30

Location

Kinoladen

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