Werkstattfilm | Mi. 07.11., 19.30 Uhr: 2 Filme Enthüllung eines Geheimnisses / Lebendige Fotografie in Oldenburg
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Mi. 07.11., 19.30 Uhr: 2 Filme Enthüllung eines Geheimnisses / Lebendige Fotografie in Oldenburg

Mi. 07.11., 19.30 Uhr: 2 Filme Enthüllung eines Geheimnisses / Lebendige Fotografie in Oldenburg


Enthüllung eines Geheimnisses

Regie: Farschid Ali Zahedi; D 1999, 35min., Englisch mit deutschen Untertiteln

„Der Dokumentarfilm erzählt von der zweiten jüdischen Generation nach dem Holocaust. Die Begegnung des Regisseurs mit Martin Goldsmith, dem Enkelsohn eines ehemaligen KZ-Häftlings aus Oldenburg, steht im Mittelpunkt des Films. Martin Goldsmith erzählt über die Spurensuche seiner Familiengeschichte. Die Kinder und Enkel der jüdischen Bürger haben Deutschland meist schweigend den Rücken gekehrt.

Der Film von Farschid Ali Zahedi ist im Rahmen des Projekts über den wirtschaftlichen Boykott und die Enteignung jüdischen Eigentums in Oldenburg entstanden. Er wirft die Frage auf, wer die Nutznießer der „Arisierung“ waren und ist ein Beitrag zu einer in Deutschland noch oft unbeliebten Debatte über die Eigentumsrechte an jüdischem Vermögen.

Lebendige Fotografie in Oldenburg

Regie: Farschid Ali Zahedi. D 2001, 57 min.

1895 konnten die Bürger von Paris eine Weltpremiere erleben: Die Brüder Lumiere projizierten bewegte Bilder auf eine Leinwand. Die Geschichte des Kinos begann. Nach Oldenburg kamen die Filmvorführer erstmals 1896/97. Sie bauten ihre Cinematographen zunächst in Gastsälen auf, ab der Jahrhundertwende dann auf dem Kramermarkt. In den 1920er Jahren konnten die Oldenburger im prächtigen, 1914 erbauten Wall-Kino dann auch Filme aus ihrer Heimatstadt sehen. Diese waren von Gustav Alexander Tahl gedreht worden, der Oldenburg 1936 aufgrund seiner jüdischen Herkunft verlassen musste.

Was in den 1920er Jahren erhebende patriotische Gefühle auslöste, wie etwa Massensportfeste oder die Militärparaden zu Ehren des Generalfeldmarschalls und Reichspräsidenten Hindenburg, das amüsiert die Zuschauer*innen an den historischen Filmaufnahmen von Gustav Tahl (1891 – 1954) heutzutage eher ein wenig.



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