Werkstattfilm | „Lokale Geschichte als Lernort“ vorgestellt
17336
post-template-default,single,single-post,postid-17336,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,side_area_uncovered_from_content,columns-3,qode-theme-ver-12.1.1,qode-theme-bridge,wpb-js-composer js-comp-ver-5.0.1,vc_responsive

„Lokale Geschichte als Lernort“ vorgestellt

„Lokale Geschichte als Lernort“ vorgestellt

Die monatelange Arbeit hat sich ausgezahlt: am Sonntag, 30. Oktober, stellte Werkstattfilm drei neue Stadtrundgänge vor, die im Rahmen des Projektes „Lokale Geschichte als Lernort – Erinnerungsort und Erinnerungskultur“ ausgearbeitet wurden. Die Rundgänge „Jüdisches Leben in Oldenburg“, „Situation der Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ und „Geschichte der Zwangsarbeit“ geben Einblick in spezifische Aspekte der oftmals verdrängten und unzulänglich bekannten Oldenburger Stadtgeschichte zwischen 1933 und 1945. Im Fokus stehen dabei die individuellen Geschichten derer, die Opfer der NS-Politik wurden. Die Besonderheit ist, dass die Teilnehmer_innen Koffer auf die Rundgänge mitnehmen, in denen Materialien angeordnet sind, die die Schicksale von Familien und Einzelpersonen mit den (lokal)politischen Entwicklungen der NS-Zeit verknüpfen. Dies geschieht etwa durch historische Dokumente oder Fotografien, die aus dem Oldenburger Medienarchiv stammen.

Gleichzeitig präsentierte Werkstattfilm die neue Mediathek, die Teilnehmer*innen der Rundgänge Einblick in die Bestände des Oldenburger Medienarchivs gibt. An zwei Computern können Interviews mit Zeitzeugen, insbesondere der in den Stadtrundgängen näher betrachteten Personengruppen, sowie zahlreiche Werkstattfilm-Produktionen angeschaut werden.

Das Projekt wurde von der Oldenburgischen Landschaft gefördert – deren Präsident Thomas Kossendey zeigte sich in seiner Eröffnungsrede beeindruckt vom Ergebnis des Projekts. Er betonte die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte und hob die besondere Form der Umsetzung hervor. „Wer mit einem Koffer voller Geschichte durch die Stadt laufe“, so Kossendey, „spüre selber die Last, die diese Geschichte noch immer mit sich bringt“.

Mit Patrick Schwarz war zudem ein Vertreter des Vereins „Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg“ anwesend, mit dem Werkstattfilm bei der Ausarbeitung des Rundgangs „Situation der Sinti und Roma im Nationalsozialismus“ kooperierte. Auch er betonte in seiner Begrüßung die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit diesem Kapitel lokaler Geschichte.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Stella Rüger und Farschid Ali Zahedi von Werkstattfilm hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, sich Koffer und Mediathek näher anzuschauen. Ab jetzt sind die Koffer bei den Rundgängen im Einsatz, die für Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen angeboten werden.

Bei Interesse an den Rundgängen kontaktieren Sie uns bitte per Telefon (0441/12180) oder E-Mail (info@werkstattfilm.de).

Unsere besonderer Dank gilt der Oldenburgischen Landschaft sowie unseren Kooperationspartnern „Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.“ und dem „Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.“.



X